Politik der Eppelheimer Liste im Gemeinderat.
Aus der Fraktion.

In den letzten Sitzungen des technischen Ausschusses hatten die Eppelheimer Stadträtinnen und Stadträte zu einem Antrag der Capri Sun im Gewerbegebiet Süd eine Stellungnahme abzugeben. Für eine Neustrukturierung der Lieferverkehres werden eine neue Pforte und zusätzliche LKW-Stellplätze auf dem Gelände der Capri-Sun geplant.

EL fördert und sichert Standortvorteile für Unternehmen in Eppelheim

Die Stadträte der EL äußerten sich zustimmend zu dem Antrag. Die gewerblichen Entwicklungen im Süden Eppelheims sind als sehr positiv zu bezeichnen, es gibt hier viele Arbeitsplätze und die Stadt erhält Jahr für Jahr einen nicht unerheblichen Betrag an Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer ist einer der großen Einnahmequellen der Stadt. Daher sollte die Stadt unserer Meinung nach Bedingungen schaffen, die es den Gewerbetreibenden ermöglicht, ihre Betriebe fortzuentwickeln und zu erweitern. Jede andere Gemeinde würde sich nach so einem Gewerbebetrieb die Finger lecken. Letztendlich gehört der LKW-Lieferverkehr zur Grundlage des Gewerbebetriebes mit der Warenan- und -auslieferung. Dementsprechend hat die Eppelheimer Liste den Antrag der Capri-Sun positiv beurteilt und im technischen Ausschuss eine zustimmende Stellungnahme abgegeben.

Gewerbegebiet kein Austragungsort für unbegründete Hysterie

Den Kritikern des Bauvorhabens muss erwidert werden, dass sich natürlich eine Hecke in dem geplanten Gebiet befindet und durch die Verkehrsflächen eine weitere Flächenversiegelung stattfindet. Bloße Vermutungen, „es könne ja sein, dass hier Eidechsen leben würden“, müssen als unsachlich zurückgewiesen werden. Die Stadt Eppelheim ist jedoch nicht die Baurechtsbehörde, und diese Fragen werden nicht durch die Meinung einer Fraktion im Eppelheimer Gemeinderat entschieden, sondern durch die zuständigen Fachbehörden im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises.

Zweierlei Maß darf kein Maßstab sein

Unsere Fraktion kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass dieselben Stadträte sich bei dem geplanten Radschnellweg entlang des Bahndammes als schweigende Masse entpuppten, die die Rodungen und großflächigen Versiegelungen kommentarlos hinnehmen wollen. Bereits beim Bau der Straßenbahnbrücke über die BAB 5 war auffallend, dass die Rodung von Bäumen und Sträuchern sowie die Beseitigung geschützter Tierarten, wie z.B. der Nachtigall von einer Mehrheit im Eppelheimer Gemeinderat schweigend und zustimmend in Kauf genommen wurde (sh. Hintergund). Die Ersatzpflanzungen erfolgten jenseits der Autobahn im Pfaffengrund. Beim Bau der Endhaltestelle an der Kirchheimer Straße wurden die letzten Grünflächen rücksichtslos gerodet und als Ersatz ein Baum beim Lidl gepflanzt. In Erinnerung an Grünflächen und Bäume erfolgte eine großflächige Bemalung der angrenzenden Gebäudewände. Der Nutzen für den Klimaschutz ist fragwürdig.

Leider entsteht so der Eindruck, dass Naturschutz und Klimaschutz als Argumente gegen die Erweiterung eines Eppelheimer Unternehmens, das auch Eigentümer des Bahndammes ist, verwendet werden, jedoch bei anderen Baumaßnahmen wie z.B. dem Radschnellweg und der Straßenbahn weggeschaut und geschwiegen wird. Wir gehen davon aus, dass in der weiteren Planung im Eppelheimer Süden notwendige Ausgleichsmaßnahmen erfolgen werden.


Hintergrund

Im Jahr 2016 traten zwei Bahnprojekte in der Öffentlichkeit hervor: Das Deutsche-Bahn-Projekt Stuttgart 21 und die zweigleisige Straßenbahnbrücke nach Eppelheim der RNV und der Stadt Heidelberg. Das Albvorlandtunnel vor Wendlingen wurde im Jahr 2016 wegen 250 seltener Eidechsen über ein ganzes Jahr hinaus ausgebremst und die Projektkosten damit mit 15 Mio Euro zusätzlich belastet. Sogar Hinterlassenschaften des Juchtenkäfers wurden arglistig deponiert, um Stuttgart 21 zu verzögern und damit weiter erheblich zu verteuern. Und wie stand es um Flora, um Fauna und um Hitzeschutz der zweigleisigen Straßenbahn-Brücken-Rampe auf Eppelheimer Seite? Totenstille bei den sogenannten Umweltschützern!

Satire aus dem Bürgerbegehren im Jahr 2016.

Gegenüberstellung der Straßenbahn-Brücke vor und nach dem zweigleisigen Neubau:

Nun dieselbe Brücke vier Jahre später nach den heuchlerischen Vorstellungen selbsternannter „Umweltschützer“, selbsternannter „Klimaschützer“ und selbsternannter „Hitzeaktionsplaner“: