Politik der Eppelheimer Liste im Gemeinderat: Gute Unterstützung des Vereinssports.
Aus der Fraktion.

Ein weiteres Gutachten liegt auf dem Tisch der Gemeinderäte und der Fraktion Eppelheimer Liste: Von einem externen Dienstleister (Kommunalberatung Kurz GmbH) wurden die Kosten der städtischen Sporthallen kalkuliert. Laut einem EuGH-Urteil soll „eine Kostendeckung durch Vereinsbelegung in den städtischen Sporthallen von mindestens 10% erzielt werden“. Das wird bisher in dieser Höhe nicht erreicht.

Die Sporthallen werden vorrangig für den Schulsport bereit gestellt. Die neuen Herausforderungen der Ganztagesschulen machen es erforderlich, dass nachmittags beispielsweise ein Sportangebot für die Schülerinnen und Schüler in Form von AGs erfolgt. Nach 16 Uhr bis 22 Uhr kommen die Sportvereine in die Sporthallen, um Training und Wettkämpfe durchzuführen. Der Vereinssport bietet ein vielfältiges Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Meist sind die Übungsleiter Ehrenamtliche. Es wird also kein kommerzielles Angebot, wie z.B. in einem Fitnessstudio angeboten, sondern Mannschafts- oder Einzelsport mit dem gemeinnützigen Vereinsgedanken. Tugenden wie Fairness, Teamgeist und Wettkampf werden so schon den Jüngsten unserer Stadt vermittelt. Das spielt bei der Beurteilung der neuen Hallengebühren der Vereine alles eine Rolle, Daher ist die Eppelheimer Liste dagegen, die Hallengebühren auf mehr als die notwendigen 10%-Kostendeckung anzusetzen.

EL: „Keine Haushaltssanierung auf dem Rücken der Vereine.“

Beitragserhöhungen in den Vereinen könnten die Folge sein, und die EL ist der Meinung, dass die Sanierung des städtischen Haushaltes nicht auf dem Rücken der Vereine erfolgen darf. Die Vereinsvorstände benötigen ausreichend Zeit, um höhere Hallen-Nutzungsgebühren ihren Mitgliedern zu kommunizieren und die Mitgliederversammlungen vorzubereiten. Daher würde die Eppelheimer Liste eine Anpassung der Hallen-Nutzungsgebühren frühestens zum 1. Januar 2027 vornehmen. Zuvor sollte in Gesprächen mit den betroffenen Sportvereinen eine Lösung vorgeschlagen werden, die von den Vereinen auch bewältigt werden kann. Die von der Fraktion der Grünen vorgeschlagene Schließung der ehemaligen Classic-Arena, die mittlerweile als Gymnastikhalle genutzt wird, sobald die Hans-Peter-Wild-Halle fertig gestellt ist, sieht die EL kritisch. Bevor das entschieden wird, sollten von der Verwaltung Vorschläge für neue Nutzungskonzepte dem Gemeinderat vorgelegt werden. Hier tappen die Stadträte noch im Dunkeln. Überrascht hat uns der Vorschlag der Grünen, eine Mensaerweiterung in der ehemaligen Kegelhalle zu prüfen. Hatte sich doch ein Bürgerbegehren für einen Mensaneubau, in Verbindung mit Bibliothek und Wohnraum ausgesprochen. In diesem Zusammenhang wird nun zu entscheiden sein, wie das Sondervermögen Infrastruktur, von dem Eppelheim 9,17 Millionen Euro erhalten soll, verwendet wird und ob damit die Ergebnisse des Bürgerbegehrens zumindest in der Freiflächengestaltung umgesetzt werden. Ansonsten droht im neuen Jahr wieder der Wohnmobil- und LKW Abstellplatz rund um die neue Hans-Peter-Wild-Halle.