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Die neue Endhaltestelle als Nacht & Nebelaktion

Endhaltestelle im Planfeststellungsverfahren


 

Für den Umbau der Eppelheimer Endhaltestelle für die Straßenbahnlinie 22 und der Buslinie 713 an der Kirchheimer Straße hat die RNV das Planfeststellungsverfahren beantragt. Die Bürger haben die Möglichkeit, Pläne und Gutachten im Internet unter www.eppelheim.de und im Rathaus bis Mittwoch, 25. Juli 2018 einzusehen. Die Frist für Einwendungen endet am Mittwoch, 8. August 2018.

Bürgerbeteiligung ausgesetzt wegen Schienenbonus?

Ein Entwurf aus den Reihen des Projekt­beirats wurde im März 2017 wegen „Termin­drucks“ kurzer­hand durch die Gemein­de­rats­mehr­heit verworfen. Er entsprach nicht der Vorzugs­variante der RNV. Jetzt wird klar, warum! Ab 1. Januar 2019 müssten betroffene Anwoh­ner keinen „Schienen­­bonus“ mehr hin­nehmen, dessen Begrün­dung medizi­nisch wider­legt worden ist. Deshalb wurde er vom Gesetz­geber mit einer Übergangs­frist zum Ende 2018 abge­schafft. Die Anwoh­ner der End­halte­stelle sollen sich nun auf den letzten Drücker in den kom­men­den Jahr­zehnten mit 5 Dezibel höhe­rem Straßen­bahn-Lärm ab­finden?

Die Festlegung auf die beantragte Endhaltestellen-Variante basiert wörtlich auf der kühnen Annahme, dass zwei Gleise durch Plankstadt nach Schwetzingen fortgeführt werden. Plankstadt sprach sich bekanntermaßen deutlich dagegen bei einem Bürgerentscheid aus. Nun sollen die Busse der Linie 713 (Schwetzingen) und der City-Bus auf einer einzigen Spur hintereinander auf der Endhaltestelle warten. Es ist nach wie vor unklar, ob die Busse nach dem Ein- und Aussteigen die Busspur sofort wieder freimachen. Klappt das nicht, entsteht ein Stau der Busse beider Linien. Klappt es, hat der Bus nach Schwetzingen keinen Puffer, um auf die Straßenbahn zu warten. Die EL fragt sich, ob diese absehbare Fahrplan-Instabilität wirklich für Jahrzehnte in Beton gegossen werden soll, oder ob man sich dieses mal rechtzeitig über absehbare Schwachstellen Gedanken macht und die nächsten Eppelheimer Chaostage vermeidet.

Ein weiterer Schwachpunkt wird der Umstieg während der Bauzeit werden. Die Straßenbahn endet dann vor dem Rathaus, der Bus nach Schwetzingen wird an der Behelfshaltestelle Grenzhöfer Straße abfahren. Bei Wind und Wetter werden also die zahlreichen Fahrgäste über die schmalen Eppelheimer Gehwege rennen müssen, um ihren Anschluss nicht zu verpassen.

Zur Finanzierung wird es keine Bundes- und Landesmittel geben. Diesen Wunsch verwarf die RNV in der Technischen Ausschuss-Sitzung am 2. Juli 2018. Wörtlich: „Die Maßnahme erreicht nicht die 50-Mio.-Grenze.“ Die EL ist entsetzt. Eppelheim verhilft der Stadt Heidelberg mit der neuen Brücke über die A5 zu dieser Grenze und geht bei der Endhaltestelle leer aus? Die EL hat daher gefordert, dass die Endhaltestellen-Entwurfspläne dem Gemeinderat vorgelegt werden, um eine Lösung für die erwähnten Schwachstellen gemeinsam zu finden. Wünschenswert wäre auch eine öffentliche Info-Veranstaltung in der Rudolf-Wild-Halle, um allen Bürgern Gelegenheit zu geben, die geplante neue Endhaltestelle kennenzulernen.

Ansonsten wird das Verfahren zur Endhaltestelle zur Nacht- und Nebelaktion.

 


Kaffeeklatsch im Stadtpark – Einladung

 

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